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Geschichte des Siegels
Lange vor der Verbreitung der Schrift galten
Siegelabdrucke in Wachs oder Ton als eine Art Sicherheitsmaßnahme.
Mit Siegeln wurden Truhen, Kisten, Beutel und Gefäße
aller Art „versiegelt“!
Die ersten Siegel waren um ca. 3200 v. Chr.
in Knochen oder Stein geschnittene Muster, Figuren oder Tiere,
mit denen in Ton geschriebene Schriftstücke beglaubigt wurden.
Später, im antiken Ägypten wurden Kordeln zum Verschließen
von Papyrusrollen „versiegelt“.
Im frühen Mittelalter spielten Siegel
in der Regierung eine bedeutende Rolle. Könige verwendeten
Gold, Päpste Blei. Später wurde Wachs und Lack verwendet.
Die rote Farbe der Siegellacke war ein Hinweis auf ein Königliches
Siegel.
Durch zunehmende Alphabetisierung nahm die
Verwendung von Siegeln im 19. Jahrhundert ab, da die meisten Menschen
persönlich unterschreiben konnten.
Jedoch wurden gravierte Siegelstempel (Petschaften) mit Monogrammen
oder Wappen weiterhin zum Verschließen von Briefen genutzt,
bis Umschläge verklebt wurden. |
Stempel aus Metall,
Stein oder Edelstein zur Kennzeichnung von Dokumenten und Gegenständen.
Zur Bestimmung des Eigentümers, des
offiziellen Charakters bzw. des Urhebers von Schriften und Briefen.

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